Wirbelsäule

Skoliose
Seitabweichung der Wirbelsäule von der Längsachse mit Rotation (Verdrehung) der Wirbel um die Längsachse und Torsion der Wirbelkörper (Verschieben der Deck- und Grundplatten gegeneinander) – begleitet von strukturellen Verformungen der Wirbelkörper.

M. Bechterew (Spondylitis ankylosans)
Schmerzhafte, chronisch verlaufende entzündlich-rheumatische Erkrankung. Entzündungen der Wirbelgelenke, der Gelenke zwischen Wirbeln und Rippen sowie zwischen Kreuz- und Darmbein können zur Verknöcherung der Gelenkumgebung und zur knöchernen Überbrückung der Gelenke führen.

M. Scheuermann (juvenile Osteochondrose)
Jugendliche Aufbaustörungen im Bereich der Grund- und Deckplatten einzelner Wirbelkörper, und dies in den vorderen Abschnitten der Wirbelsäule betont, so dass hieraus mitunter eine Keilform der Wirbelkörper resultiert. Es kann dadurch ein stark ausgeprägter Rundrücken entstehen.

Bandscheibenvorwölbung (inkompletter Bandscheibenprolaps, Bandscheibenprotrusion)
ist eine degenerative Veränderung der Bandscheiben. Hierbei wird der Faserring der Bandscheibe nach außen vorgewölbt.

Bandscheibenvorfall ( Bandscheibenprolaps, Nucleus pulposus prolaps, NPP)
Durch verschleißbedingte (degenerative) Veränderungen der Bandscheiben kommt es zu einer plötzlichen oder langsam zunehmenden Verlagerung, bzw. zum Austritt von Gewebe des Nucleus pulposus (= Gallertkern der Bandscheibe) einer Bandscheibe nach hinten in den Rückenmarkkanal (Spinalkanal) oder seitlich in das Neuroforamen (Austritt der Nervenwurzel).

Osteochondrose / Osteochondrosis Intervertebralis (Höhenminderung der Bandscheibe)
Verschleißerkrankung der Wirbelsäule. Sie beginnt mit einem Elastizitätsverlust sowie Rissen im Faserring der Bandscheibe. Es bilden sich Ausziehungen (Spondylophyten) an den Wirbeln. Die entstehende Höhenminderung (Chondrose) der Zwischenwirbelräume führt zur Abnahme der Pufferfunktion im Wirbelsegment.

Arthrose Wirbelsäule (Spondylarthrose/Spondylarthrosis deformans)
degenerative Veränderung der Wirbelsäule. Synonyme Bezeichnungen sind Wirbelgelenkarthrose, Facettensyndrom oder Facettengelenkarthrose. Diese chronisch degenerative Erkrankung der Wirbelgelenke (Facettengelenke) tritt am häufigsten im Bereich der Lendenwirbelsäule auf. Dabei verbraucht sich die Knorpelschicht, mit denen die Gelenkflächen überzogen sind. Diesem Prozess geht meist eine Verringerung des Abstandes zwischen den Bandscheiben voraus. Dadurch erhöht sich der Druck der betroffenen Wirbelkörper auf das darunterliegende Facettengelenk. Der Körper reagiert mit einer lokalen Schmerzreaktion.

Spondylosis deformans (Spondylose)
Sammelbegriff für degenerative Veränderungen an Wirbelkörpern (und Intervertebralräumen), die sich röntgenologisch als Unregelmäßigkeiten (z. B. Zacken, Erhebungen oder Randwülste) darstellen. Konkrete Angaben über den Zustand der Bandscheiben oder klinische Symptome sind damit nicht verbunden.

Spinalkanal- oder Foramenstenose
Durch knöcherne Auswüchse oder sich vorwölbendes Bandscheibengewebe kann es zu Einengungen an den Nervenaustrittslöchern der Wirbelgelenke (Foramenstenose) oder im Spinalkanal (Spinalstenose) kommen. Das führt zu Reizungen der Nervenwurzeln mit diffusen Schmerzen, Taubheitsgefühlen sowie Gangunsicherheit.

Instabilität der Wirbelsäule / Wirbelgleiten (Spondylolisthesis oder Spondylolisthese)
Dabei verschieben sich zwei Wirbel gegeneinander. Meist gleitet der obere Wirbel nach vorne in Richtung Bauchseite. Fast immer sind Wirbel der Lendenwirbelsäule betroffen. Es gibt verschleißbedingte und angeborene Formen des Wirbelgleitens.

Myogelose
Verspannungen der Rückenmuskulatur verursachen häufig starke Rückenschmerzen. Durch körperliche Belastung sowie psychischen Stress können Fehlhaltungen entstehen, die dann eine Verhärtung und Verspannung der Muskulatur begünstigen können.

Myelopathie
Schädigung des Rückenmarks, die durch Kompression, Durchblutungsstörungen oder ionisierende Strahlung hervorgerufen wird.

Coccygodynie (Steißbeinschmerz)
unspezifische Beschwerdesymptomatik die im Steißbeinbereich mit zum Teil chronischem Verlauf und meist bei Frauen auftritt. Die genaue Ursache der Schmerzen kann häufig nicht eindeutig festgestellt werden.

Wirbelsäulenblockierung
Blockierungen zeichnen sich durch Funktionsstörungen aus. Das entsprechende Bewegungssegment bzw. Gelenk weißt dabei typische Störungen in der Beweglichkeit auf. Hierbei ist das Zusammenspiel von Kapselansteuerung durch die Nerven bzw. Muskulatur gestört. Eine Blockierung ist dabei noch keine Verletzung einer bestimmten Struktur. Der Chirotherapeut ist durch bestimmte Griffe in der Lage diese Störung zu beheben.

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