Hand / Arm

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Arthrose (Gelenkverschleiß)
Schädigung des Gelenkknorpels, Ursächlich werden ein Übermaß an Belastung, angeborene oder traumatisch bedingte Ursachen, wie Fehlstellungen der Gelenke, oder auch knöcherner Deformierung durch Knochenerkrankungen wie Osteoporose gesehen. Die Arthrose kann ebenfalls als Folge einer anderen Erkrankung, beispielsweise einer Gelenkentzündung (Arthritis) entstehen (sekundäre Arthrose) oder mit überlastungsbedingter Ergussbildung (sekundäre Entzündungsreaktion) einhergehen (aktivierte Arthrose). An den Händen sind folgende Gelenke häufig von Arthrose betroffen: Die Fingermittelgelenke und Fingerendgelenk, das Daumensattelgelenk, das Handgelenk.

Bursitis olecrani (Schleimbeutelentzündung)
Entzündung des Ellenbogenschleimbeutels, entsteht u.a. durch Traumata (Prellung, Sturz), Stoffwechselerkrankungen (z.B. Gicht), chronische Reizung (z. B. Aufstützen beim Lesen).

Epicondylitis (Tennis-Ellenbogen / Golfer-Ellenbogen)
Ist ein erworbener, schmerzhafter Reizzustand der Sehnenansätze von Muskeln des Unterarms, die an den beiden Knochenvorsprüngen oberhalb des Gelenkknorrens (Epikondylus) am distalen Teil des Oberarmknochens entspringen.

Ulnarisrinnen-Syndrom (Sulcus ulnaris Syndrom / Kubitaltunnel-Syndrom)
Druckschädigung des Nervus ulnaris (Ellennerv) am Ellbogen. Er verläuft im Bereich des Ellbogens in einer gut tastbaren Rinne (Sulcus Ulnaris) nur durch wenig Bindegewebe geschützt in unmittelbarem Kontakt zur Elle und direkt unter der Haut. Dadurch ist diese Region auch bei leichtem Anstoßen sehr schmerzempfindlich, was ihr den Namen „Musikantenknochen“ (auch „Musikknochen“, „Musikerknochen“, „Mäuschen“ genannt) gegeben hat. Da der Nerv an dieser Stelle so ungeschützt ist, ist er anfällig für Verletzungen durch Druck und Zug. Durch wiederholte Bewegungen oder ständige Belastung kann es zu Reizung und schließlich Schädigung des Nervs kommen.

Karpaltunnelsyndrom
Einengung des Mittelnervs (Nervus Medianus) Im Handwurzelkanal (Karpaltunnel). Ein Karpaltunnelsyndrom liegt vor, wenn der Mittelnerv zu Nervenstörungen und z.T. auch zu einem Schwund der Muskulatur im Handbereich sowie zu Gefühlsstörungen geführt hat.

Schnellender Finger
Mit schnellendem Finger (auch Schnappfinger, Springfinger, lat. Tendovaginosis stenosans oder Digitus saltans) wird eine anlagebedingte Erkrankung bezeichnet, bei der die Beugesehnen eines Fingers  über dem beugeseitigen Fingergrundgelenk (am Übergang von Hohlhand zu Finger) verdickt sind und dadurch nicht mehr frei durch das dortige Ringband (genauer A1-Ringband) gleiten können (sog. Ringband-Stenose). Dadurch kommt es zu einem ‚Schnappen‘ des Fingers beim Beugen, zum Strecken muss oft nachgeholfen werden.

Dupuytren`sche Kontraktur
Bei Morbus Dupuytren (Dupuytren-Kontraktur) verändert sich die fächerförmige Bindegewebeplatte der Hand derartig, dass ihre faserige Struktur verloren geht. Als Folge verdicken beziehungsweise verhärten sich die Fingersehnen zu Strängen und es bilden sich Knötchen, während gleichzeitig die Bindegewebeplatte der Hand schrumpft. Diese Vorgänge können die Beweglichkeit der Finger stark einschränken und diese verkrümmen, sodass eine Streckung einzelner oder mehrerer Finger teilweise nicht mehr möglich ist.